Literaturkurs: Lesestoff aus dem reichen Land armer Leute
Was haben Mascha Kaléko, Leopold von Sacher-Masoch, Joseph Roth, Wieslawa Szymborska, Olga Tokarczuk und viele andere gemeinsam?
Nun, sie alle haben ihre Wurzeln in einer Landschaft, die eine äußerst wechselvolle Geschichte erlebt hat - und immer noch erlebt: Galizien. Nach der Großen Völkerwanderung von Slawen besiedelt, wurde Galizien im Laufe seiner Geschichte wiederholt zum Zankapfel der angrenzenden Nationen und kam letztlich im 19. Jhdt. unter österreichisch-ungarische Herrschaft. Unruhig geht es weiter bis heute: der östliche Teil Galiziens liegt in der Ukraine, der westliche im Süden Polens.
So viel menschliches Leid mit dieser Geschichte verbunden ist, bedeutete diese Unruhe aber eben auch eine äußerst fruchtbare Vermischung verschiedenster Traditionen, Sprachen und Gebräuche - und darauf einen Blick zu werfen, das wollen wir gemeinsam bei dieser Lesereise unternehmen.
Als Einstieg und vorbereitende Lektüre empfehle ich das Bändchen "Das reiche Land der armen Leute", herausgegeben von Martin Pollack und Karl Markus Gauß, erschienen im Wieser Verlag in der Reihe "Europa erlesen", sowie den bei dtv erschienenen Auswahlband von Mascha Kaléko "Ich tat die Augen auf und sah das Helle" und "Literarischer Reiseführer Galizien", von Marcin Wiatr.
Weitere Texte werden von uns im Plenum gemeinsam ausgewählt.
So, und nun packen wir die Koffer und los geht's, nach Galizien. Ich freue mich auf Sie!
| Kursnummer | U20101 |
| Beginn | Mo., 29.09.2025, 10:30 - 12:00 Uhr |
| Dauer | 10 Termine |
| Kursleitung |
Thomas Wipfelder
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| Entgelt | 80,00 € |
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